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Veranstaltung:

Es ist nie zu spät für eine heile Kindheit“ - Systemische körperorientierte Psychotherapie nach Missbrauch und Trauma (Pesso Methode)

Art:
Seminar
Freie Plätze:
Datum:
18.09.2020 Freitag 15:00 bis 20:30
19.09.2020 Samstag 09:00 bis 13:30
20.09.2020 Sonntag 09:00 bis 17:00
Ort:
Bildungshaus Schloss Krastowitz
Gottscheerstraße
9020 - Klagenfurt
Kärnten
Österreich
Inhalt:
Wie kann man mangelnde Bindungserfahrungen oder Entwicklungstraumata auflösen, die ihre Wurzeln ja meist in der präverbalen, oft sogar pränatalen Zeit haben? Wie lassen sich die Folgen von Trauma auflösen, die ihrem Wesen (und den beteiligten Gehirnstrukturen) nach ja ebenfalls körperlich sind und nur eingeschränkt sprachlich und willentlich zugänglich?

Bessel van der Kolk betont in Verkörperter Schrecken: Das kann nur dann in der nötigen Tiefe geschehen, wenn wir auch in der Therapie in diejenigen Formen der Erfahrungen eintauchen, die den Ursachen entsprechen:
- non- und paraverbale Kommunikation
- psychophysiologische Emotions-Regulation und körperliche Integrität
- Körperkontakt und Berührungsqualität.

Darum empfiehlt er u.a. die Pesso-Therapie. Darin können KlientInnen mit Hilfe der „Akkomodation“ durch Rollenspieler genau diejenigen Interaktionen erleben, die in den prägenden Lebenssituationen richtig und nötig gewesen wären. Sie können in Berührung kommen mit den ursprünglichen gesunden Bindungs- und Sicherheits-Bedürfnissen. Sie erschaffen auf sichere und kontrollierte Weise individuelle heilende Szenen, die sie sich intensiv einverleiben können.

Diese alternativen positiven Erfahrungen können als „synthetische Erinnerungen“ in genau demjenigen Entwicklungskontext in der Vergangenheit verankert werden, wo ursprünglich Verletzungen geschehen sind. So können sie die gleiche Breitenwirkung entfalten wie die ursprünglichen Traumata und eine tiefgehende Heilungserfahrung ist möglich. Statt durch die ursprünglichen Wunden und Bewältigungsmechanismen kann das Erleben und Handeln im Jetzt geprägt werden durch das intensive Erleben eines gesunden und integrierten Selbst, wie es sich „im besten Fall“ hätte bilden können.

Inhalte:
Grundgedanken der Pesso-Therapie:
- Möglichkeitssphäre, Wahres Selbst, Form-Passform
- Körper als Informationsquelle, Embodiment (Erinnerung/Heilung)
- bottom-up Ansätze der Trauma-Arbeit, Polyvagal-Theorie

Pesso-Therapie und Aspekte der Arbeit mit Trauma:
- Pilot (Selbststeuerung, Bewusstsein, therapeutische Allianz)
- Containment (Vermeidung von Retraumatisierung und Überflutung)
- Schutz und Empowerment (Selbstwirksamkeit, internale Kontrollüberzeugung)
- Limitierung von Auto-/Aggression und Reviktimisierung
- Verschränkung der Opferrolle mit Grundbedürfnissen, Fragen der Identität

Methoden:
- Theoretische Einführung
- Live-Demonstrationen
- Übungen und Selbsterfahrung in Kleingruppen
- Fallbeispiele und Rollenspiel

Vertiefungstag am Sonntag:
Transgenerationale Aspekte von Trauma
Welche Rolle spielt Trauma und die Weitergabe von Trauma im Kontext des Familiensystems? Wie kann man mit den Mitteln der Pesso-Therapie (genauer gesagt mit den Techniken zur Reparatur von Löchern im Rollengefüge der Familie) und mit transgenerationalen Aspekten von Trauma arbeiten?

Inhalte (je nach Interessenlage der Teilnehmenden:
- Entwicklungstrauma und komplexes Trauma
- Transgenerationale Weitergabe: Opfer – Retter – Täter
- Schuld und Sühne
- Kriegskinder, Kriegsenkel
- Stieffamilien und Alleinerziehende
- Sprachlosigkeit und Familiengeheimnisse
- Survivors‘ Guilt und die Unfähigkeit, Heilung anzunehmen
- Versöhnung und Ent-Bindung

Methoden:
- Theoretische Einführung
- Live-Demonstrationen
- Übungen und Selbsterfahrung in Kleingruppen
- Fallbeispiele und Rollenspiel
ReferentInnen:
Fischer-Bartelmann Barbara, Dipl.-Psych.in, M.A.
Anmeldung:
Telefon: (01) 997 16 95 (01) 997 16 95
weiterbildung@vpa.at
VPA
Kosten:
Euro 485,00 (für Mitglieder Euro 440,00)
Veranstalter:
VPA
Verein für psychosoziale und psychotherapeutische Aus-, Fort- und Weiterbildung

1020 Wien, Wolfgang-Schmälzl-Gasse 30/15Karte
Telefon: (01) 997 16 95Telefon: (01) 997 16 95
Fax: (01) 997 16 95 10Fax: (01) 997 16 95 10
weiterbildung@vpa.at
www.vpa.at





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